Zum Hauptinhalt springen
Unser AnsatzFür wenAngeboteTeamDiagnosenPodcast
AI Quick-Check Gespräch anfragen
← Alle Episoden
Episode #109. April 2025

Predictive Maintenance für alte Maschinen

Maschinen aus den 70ern haben keine Sensoren – aber Daten. Lena Weirauch zeigt, wie du mit dem Normalzustand anfängst statt Crash-Daten und warum Predictive Maintenance einfacher ist.

Auf Spotify anhören

Gast

Lena Weirauch

Gründerin von AIomatic

Key Insights

  1. 01

    Starte mit der teuersten Schmerz-Maschine – nicht alle Maschinen brauchen Predictive Maintenance, Priorisierung ist entscheidend.

  2. 02

    Den Normalzustand lernen statt Crash-Daten sammeln: Anomalie-Erkennung ist robuster als klassische Failure-Klassifikation.

  3. 03

    Datenqualität ist das häufigste Hindernis – losgelöste Sensoren und zu niedrige Messfrequenzen zerstören jedes Modell vor dem Training.

  4. 04

    Erklärbare KI ist kein Nice-to-Have: Wenn der Algorithmus nicht sagt warum ein Alarm ausgelöst wird, kann das Wartungsteam nicht effektiv handeln.

Aus der Episode

Sonntagnacht, 23 Uhr. Die wichtigste Maschine in der Produktion fällt aus. Notfalltechniker werden gerufen, Teile müssen kurzfristig bestellt werden, die Montagsproduktion ist gefährdet. Das ist reaktive Wartung. Und sie ist die teuerste Option, die du hast.

Lena Weihrauch hat AIomatic gegründet, um genau dieses Problem zu lösen. Im Gespräch erklärt sie, wie Predictive Maintenance in der Praxis funktioniert, was Unternehmen dafür wirklich brauchen und warum der erste Schritt nicht teuer sein muss.

Die drei Arten der Wartung

Reaktive Wartung: Du wartest, bis etwas kaputt geht. Höchste Kosten, unplanbar, oft katastrophal.

Präventive Wartung: Du tauschst Teile nach festen Intervallen aus. Geplant, aber oft verschwenderisch, weil viele Teile noch funktionieren würden.

Predictive Maintenance: Du weißt, wann eine Komponente wirklich ausgetauscht werden muss, und planst rechtzeitig. Maximale Lebensdauer, optimales Timing, keine bösen Überraschungen.

Das Heterogenitäts-Problem

Das typische Mittelstandsproblem: Alte Maschinen aus den 70er und 80er Jahren ohne Sensoren, neue Maschinen mit verschiedenen Protokollen, alles zusammen in einer Halle. Das klingt nach einem unlösbaren Datenproblem.

Lenas Ansatz: Nicht warten, bis alle Maschinen modernisiert sind. Mit den vorhandenen Daten anfangen. In vielen Anlagen stecken mehr Daten, als die Betreiber wissen.

Der Vier-Schritte-Plan für Mittelständler

Lena empfiehlt, mit der teuersten Maschine anzufangen: Welcher Ausfall kostet am meisten? Das kann eine gefühlte Antwort des Werksleiters sein, kein Data Warehouse nötig.

Dann das konkrete Problem definieren: Welche Störung soll erkannt werden? Lagerschäden? Überhitzung? Qualitätsverlust? Je präziser die Frage, desto besser das Modell.

Der Schlüssel ist, den Normalzustand zu lernen, nicht Crashes zu sammeln. Das Modell lernt, wie die Maschine im Normalfall klingt, sich verhält, schwingt. Alles, was davon abweicht, ist eine Anomalie.

Was du konkret mitnehmen kannst

Zwei Fragen für heute: Welche Maschine in deiner Produktion würde einen ungeplanten Ausfall am teuersten machen? Und weißt du, wie lange diese Maschine durchschnittlich braucht, bis nach einem Ausfall der Betrieb wieder läuft?

Wenn du die Antworten nicht sofort weißt, ist das der Startpunkt. Nicht für eine große KI-Initiative, sondern für ein sehr konkretes, sehr begrenztes Problem.

Nächster Schritt

Wo steht Ihre Transformation?

In 6 Fragen, 3 Minuten – sofortiges Ergebnis.

Transformation-CheckGespräch anfragen

Ihre Hosts

Robert YungMichael vom Sondern

© 2026 Digital Matters|Impressum|Datenschutz

Termin buchenNachricht senden