Zum Hauptinhalt springen
Unser AnsatzFür wenAngeboteTeamDiagnosenPodcast
AI Quick-Check Gespräch anfragen
← Alle Episoden
Episode #255. November 2025

Den deutschen Mittelstand aus dem Tiefschlaf wecken

90% des deutschen Mittelstands optimiert Kosten um 3% – während Asien Geschäftsmodelle neu erfindet. Stefan Wenzel erklärt, warum Effizienz die falsche Frage ist und was stattdessen zählt.

Auf Spotify anhören

Gast

Stefan Wenzel

Unternehmer und Digital-Stratege, ehemals eBay und Tom Tailor

Key Insights

  1. 01

    Effizienz (3% Kostenreduktion) ist die falsche Frage – Effektivität bedeutet, das Geschäftsmodell selbst neu zu denken, bevor ein Wettbewerber es tut.

  2. 02

    Der Zyklus zwischen Basistechnologien hat sich drastisch verkürzt – Geschäftsmodelle halten heute keine 30–50 Jahre mehr, sondern nur noch 10.

  3. 03

    "Where to Play, How to Win": Erst den Markt und den echten Differenziator klären, dann Technologie als Mittel, nicht als Ziel.

  4. 04

    Deutschlands 1.500 Weltmarktführer in Nischen sind ein Vorteil – aber nur wenn vertikale Exzellenz auch skalierbar gemacht wird.

Aus der Episode

3 Prozent Kostensenkung klingt gut. Aber wenn dein Wettbewerber in derselben Zeit ein neues Geschäftsmodell gebaut hat, hat er kein Kostenproblem. Er hat ein ganz anderes Spiel gespielt.

Stefan Wenzel hat 25 Jahre Online-Handel hinter sich – u.a. bei eBay und Tom Tailor. Er weiß, wie Märkte sich verschieben, wie Geschäftsmodelle wegbrechen und was Unternehmen brauchen, die nicht wegbrechen wollen.

Effizienz oder Effektivität

Stefan macht eine Unterscheidung, die auf den ersten Blick subtil klingt, aber alles ändert: Effizienz bedeutet, dasselbe besser zu machen. Effektivität bedeutet, das Richtige zu tun.

Neunzig Prozent des deutschen Mittelstands ist im Effizienz-Modus. Prozesse optimieren, Kosten senken, Marge verbessern. Das ist vernünftig. Aber wenn das Geschäftsmodell unter Druck kommt, hilft Effizienz nichts. Dann braucht es Effektivität: Die Frage, ob wir überhaupt das Richtige tun.

Die Technologie-Zyklen werden kürzer

Zwischen Dampfmaschine, Elektrizität und Computer lagen Jahrzehnte. Zwischen Computer und Internet weniger. Zwischen Internet und KI noch weniger. Der Punkt: Das Zeitfenster, in dem ein Geschäftsmodell stabil bleibt, schrumpft. Was früher dreißig bis fünfzig Jahre hielt, hält heute vielleicht zehn.

Für Unternehmen, die in Jahrzehntzyklen denken, ist das eine strukturelle Herausforderung.

Where to Play. How to Win.

Stefan destilliert Strategie auf zwei Fragen: Auf welchem Markt spielen wir? Und was ist unser echter Differenziator, der uns von der Konkurrenz um Faktor zehn unterscheidet?

Voss-Wasser ist Wasser. Aber emotional aufgeladen kostet es zwölfmal so viel wie Leitungswasser. Zeit für Brot ist eine Bäckerei. Aber eine mit dreißig Minuten Schlange davor. Was macht den Unterschied? Nicht das Produkt. Die Klarheit darüber, womit man gewinnt.

Was du konkret mitnehmen kannst

Beantworte beide Fragen für dein Unternehmen: Auf welchem Markt spielst du wirklich? Und was bist du wirklich besser als alle anderen? Nicht leicht, nicht schnell, und nicht ehrlicher als "wir haben gute Qualität".

Wenn du keine klare Antwort hast, ist das der Ausgangspunkt für eine Strategiediskussion, die sich lohnt.

Nächster Schritt

Wo steht Ihre Transformation?

In 6 Fragen, 3 Minuten – sofortiges Ergebnis.

Transformation-CheckGespräch anfragen

Ihre Hosts

Robert YungMichael vom Sondern

© 2026 Digital Matters|Impressum|Datenschutz

Termin buchenNachricht senden